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Leerverkauf
[1] Bei Leerverkäufen (Blankoverkauf) [engl.: short sale, short selling] verkauft der Spekulant u.a. Wertpapiere, Waren, Devisen und Termingeschäfte (zB Futures, Optionen), die sich nicht in seinem Besitz befinden, sondern die sich dieser nur gegen eine Gebühr ausleiht. Fallen die Kurse bzw. Werte, erhält der Leerverkäufer [Short Seller] beim Rückkauf zum richtigen Zeitpunkt durch die Differenz zwischen Verkauf- und Rückkaufswert einen entsprechenden Gewinn. Leerverkaufsspekulanten verdienen daher nur duch fallende Kurse bzw. Werte. Daher werden im Extremfall negative Gerüchte verbreitet, um einen Kurs- bzw. Werteverfall zu beschleunigen.Der Verleiher verdient natürlich durch die Leihgebühren.
[2] "Gedeckte" Leerverkäufe: Die geliehenen Wertpapiere sind tatsächlich auf dem Markt vorhanden.
[3] "Ungedeckte" Leerverkäufe: Der Spekulanten kann noch nicht einmal geliehene Wetpapiere verkaufen, unter der Voraussetzung, dass die Wertpapiere wenige Tage später zur Verfügung stehen.
Beispiel: Ein Spekulant leiht sich gegen eine Leihgebühr Aktien aus und verkauft diese. Dadurch entsteht ein Überangebot dieser Aktien und der entsprechende Aktienkurs (Aktienindex) fällt. Der Leerverkäufer kann diese Aktien bei niedrigen Kursen günstig zurückkaufen und dem Aktienverleiher zurückgeben können. Die Differenz zwischen dem ursprünglich höheren Verkaufspreis und dem niederigeren Rückkaufpreis abzüglich der Leihgebühr sorgt für den Gewinn der Leerverkaufsspekulanten. In manchen Fällen funktioniert dies nicht, dann nämlich, wenn ein anderer Aktienkäufer viele dieser Aktien aufkauft, sodass der Aktienkurs steigt. |