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Staatsverschuldung
[1] Alle Schulden eines Staates gegenüber Gläubigern aus dem In- und Ausland werden der Staatsverschuldung (Staatsschulden) [engl.: national debt] zugeordnet. Dazu zählen auch die Schulden von Bundesländern, Gemeinden und Sozialversicherungen etc. Schulden werden durch Aufnahme von Krediten, Anleihen, Emissionen u.Ä. bei Banken, Finanzierungsinstituten (zB IWF), privaten Geldgebern oder am sogenannten Kapitalmarkt im In- und Ausland gemacht.
[2] Bedenklich ist eine hohe Schuldenquote (Staatsschuldenquote), das aus dem Verhältnis von Staatsschulden zum BIP errechnet wird (zB 90%).
[3] Wenn die Neuverschuldung eines Staates sinnvoll zur Förderung des Wirtschaftswachstums eingesetzt wird, kann dadurch das Bruttoinlandsprodukt steigen und die Staatsschuldenquote sogar sinken. Vielfach müssen die Neuverschuldungen jedoch zur Rückzahlung von Krediten etc. samt Zinsen eingesetzt werden, wobei die Zinsen umso höher sind, je geringer die Kreditwürdigkeit eines Staates ist.
[4] Ursachen von hohen Staatsschulden können Korruption, Steuerhinterziehung, hohe Sozialausgaben, Kriegskosten, Währungsspekulationen, Steuersenkungen, Wirtschaftskrisen (zB Kosten für Bankenrettung) usw. sein. |